Lindgens Areal Kassenberg





Städtebau, Quartier, Hochbau
Städtebaulicher Wettbewerb
Lindgens Areal Kassenberg
Mühlheim a. d. R.
ca. 54 000 m ² BGF
Wohnen / Kultur / Gewerbe2020
Die Leitideen zum Entwurf Lindgens-Areal Kassenberg resultieren aus dem örtlichen Kontext - der Historie des Standortes, der Topographie, der bestehenden einzigartigen Bebauung und dem angrenzenden Naherholungsgebiet an der Ruhr.
Die Wohn- und Gewerbegebäude haben 3 bis 4 Vollgeschosse mit Akzenten und Hochpunkte bis zu maximal 5 Geschossen. Damit wird eine adäquate Körnung aber auch eine gute Belichtung für eine hohe Wohnqualität geschaffen. Die Staffelungen werden mit großzügigen Dachterrassen akzentuiert Alle Gebäude sind unterkellert.
Der Masterplan sieht ein modernes und qualitativ hochwertiges Wohngebiet für unterschiedlichste Nutzungsstrukturen vor. Single- , Familien- , Senioren- sowie Mehrgenerationswohnen werden mit sozial geförderten Wohnungsbau und Serviced- / Möblierte Appartements Strukturen zugunsten einer heterogenen Wohnstruktur durchmischt und bilden die Basis für eine sozial nachhaltige Nachbarschaftsstruktur, welche Identität stiftend ist und zugleich die Verantwortung innerhalb einer Nachbarschaftsstruktur fördert.
Die Bebauungsstrukturen des neuen Quartiers bilden diese unterschiedlichen Typologien in einer geordneten und strukturellen Planung nachhaltig und flexibel ab.
Wohnverträgliche gewerbliche Nutzungen sind vorwiegend in den Bestandsgebäuden, so wie in den EG Zonen der angrenzenden Neubauten vorgesehen.
Durch den Rückbau offene Bestandgebäuden werden mit modernen Anbauten erweitert und erhalten zu den Quartiershöfen ein neues Gesicht. Mobilitätscenter mit Sharing Konzepten, Fahrräder, E-Bikes, E-Scooter und Kaffeerösterei sind mögliche Nutzungskonzepte. Das ehemalige Verwaltungsgebäude, eignet sich hervorragend als Kreativlabor für Künstler, Kreative, Existenzgründer und Startups. In den großzügigen Loftetagen entsteht aus der ehemaligen Lederfabrik ein innovative Denkfabrik.
Das Herz des Areals bildet jedoch das ehemalige Kesselhaus mit unverwechselbarem Schornstein als Identität stiftender Anker. Mit einem Erweiterungsbau, wird eine Multifunktionshalle vorgeschlagen, welche Nutzungen eines Kulturellen Miteinanders, wie z.B. Konzerte/ Bühne / Ausstellungen / Oldtimershows / Lesungen und Veranstaltungen aufnehmen kann.
Blickbeziehungen zu den denkmalgeschützten Bestandsgebäuden und ins Grüne und zum Wasser zeichnen die hohe Qualität des Entwurfes aus. Dank optimierter Baumassen und gezielten Hochpunkten / Orientierungen der Gebäude, wird ein hohes Maß an Licht, Luft und Sonne für alle Baufelder erreicht und gleichzeitig eine urbane Lebensqualität geschaffen.
Die Grüne Mitte bildet die zentrale Grün- und Frischluftschneise mit Blick zur Ruhr Aue und zum Wasser. In diesem zentralen Freiraum wird der Heubach offen geführt. welcher in einem Wasserspiel am Quartiersplatz entspringt und in einen natürlichen Bachlauf als Vorfluter zur Ruhr eingeleitet wird.
Eine Realteilbarkeit des Areals in Bauphasen und Baufelder für Entwicklung, Realisierung und Bewirtschaftung ist gewährleistet. Gebäudeweise kann zwischen freifinanzierten und geförderten Wohnungsbau differenziert werden.
Mit dem Entwurf gelingt es eine qualitative hochwertige Urbane Baudichte abzubilden und ein hohes Maß an Qualität innerhalb des Quartiers für Nutzer und Investoren zu erreichen. Gebäudestrukturen sind effizient für eine hohen wirtschaftlichen Ertrag und optimierte Nutzung geplant.
Kooperation:
Schneider + Schumacher Städtebau GmbH, Frankfurt
GTL Michael Treibswetter Landschaftsarchitekt, Kassel